CDA SIEHT SICH DURCH BAUBEDARFSANALYSE DES INSTITUTS DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT IN IHREN BAUPOLITISCHEN FORDERUNGEN BESTÄTIGT

Dienstag, 20. Juni 2017

Traum vom Eigenheim

Der CDA-Landesverband Bremen sieht sich durch die Ergebnisse der Baubedarfsanalyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für den Zeitraum 2011 bis 2015 in seinen baupolitischen Forderungen bestätigt. CDA-Sprecher Peter Rudolph bekräftigte daher die Forderungen der Vereinigung nach Einführung eines Landes-Baukindergeldes in Höhe von 8.000 Euro für das erste und jeweils 4.000 Euro für das 2. bis 4.Kind sowie eines Grunderwerbssteuer-Freibetrages für den Ersterwerb von Wohneigentum. Den finanziellen Spielraum hierfür sieht er nach der vereinbarten Neuregelung des Bund-Länder-Finanz- ausgleichs gegeben. Peter Rudolph: „Selbst wenn von den 400 Millionen Euro Sanierungshilfen, die das Land ab 2020 vom Bund erhält sowie den rund 87 Millionen Euro aus der Umsatzsteuerneuverteilung 400 Millionen zur Schuldentilgung genutzt werden, wie von der Bremer CDU vorgeschlagen, verbleibt noch genügend Spielraum für sinnvolle Investitionen, wie z.B. der Förderung des Wohnungsbaus.“

Die CDA erinnert daran, dass SPD und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag für die 19.Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft die „wachsende“ Stadt propagiert haben. Der angestrebte Bevölkerungszuwachs konnte bislang jedoch ausschließlich durch Zuzug von Flüchtlingen und EU-Ausländern, insbesondere aus Osteuropa, realisiert werden. Bei der Binnenwanderung hingegen hat das Land Bremen einen deutlichen Negativsaldo zu verzeichnen, der 2015 mit 3182 Personen zu Buche schlug. Dies ist umso dramatischer zu bewerten, als sich der Negativsaldo auf alle Altersgruppen erstreckte. Trotz einer Einpendlerquote von über 41 Prozent in Bremen und mehr als 47 Prozent in Bremerhaven, mehr als 36.000 eingeschriebenen Studenten an den Hochschulen des Landes sowie 2211 Bremer und Bremerhavener Azubis mit Wohnsitz außerhalb des Landes Bremen konnte bislang weder bei jungen Leuten noch bei den Berufspendlern aus dem Umland ein Wanderungsgewinn erzielt werden. Weiterhin nur auf einen Bevölkerungszuwachs durch Flüchtlinge und EU-Ausländer zu setzen, reicht daher nach Auffassung der CDU-Sozialausschüsse angesichts der ungewissen Bleibe- und Verweildauer von Flüchtlingen nicht. Es bedarf auch des Bevölkerungszuwachs bei der Binnenwanderung.

CDA-Landesvorsitzende Heike Menz: „Wenn mehr Arbeitnehmer aus Bremen und Bremerhaven nach Niedersachsen verziehen als aus Niedersachsen zuziehen, so erfüllt uns dies mit Sorge. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass auch für Besserverdienende Anreize geboten werden, sich für einen dauerhaften Wohnsitz in unserem Bundesland zu entscheiden.“

Die CDA plädiert neben der finanziellen Förderung Bauwilliger auch für die Ausweisung zusätzlicher Wohnbauflächen in Bremen und Bremerhaven, die in ausreichendem Um-fang auch privaten Bauinteressenten zum Erwerb und zur individuellen Bebauung offen stehen müssen. Da in der Stadtgemeinde Bremen das vom Senat favorisierte Areal der Galopprennbahn angesichts der fehlenden Einigung mit der Golf-Range vorerst nicht für eine Bebauung zur Verfügung steht, sollte nach Auffassung der CDA auch die Ausweisung von Wohnbauflächen in Brokhuchting und der Osterholzer Feldmark erwogen werden. Gerade für Mercedes-Beschäftigte wäre die Möglichkeit zum Bau oder Erwerb von Wohneigentum in der fast ans Werk angrenzenden Osterholzer Feldmark eine attraktive Alternative zu Weyhe oder anderen niedersächsischen Umlandgemeinden.